Hintergrund zum Buch "Fred, der Frosch, und eine Schule für alle"

Hintergrund zum Buch Fred, der Frosch, und eine Schule für alle

Die Einschulung gehört zu den wichtigen, schon bewusst erlebten Einschnitten im frühen Kinderleben. Viele Kinder drängen in die Schule, sie wollen selbständiger werden und sie wollen Neues lernen. Ängstlichkeit und „gemischte Gefühle“ entstehen, wenn Kinder nicht so genau wissen, was sie erwartet, und wird zudem über die oft zwiespältige Haltung der Erwachsenen gegenüber der Schule verstärkt, die sie mit für Kinder unverständlichen Metaphern vermitteln. Da ist vom „Ernst des Lebens“ die Rede, davon, dass dort „der Spaß aufhört“ und eine deutliche Bewegungseinschränkung mittels „Stillsitzen“ droht.
Die oft diffus vorhandenen Kinderängste finden in der Geschichte von Fred, dem Frosch, ihren Ausdruck. Sie werden anerkannt – und finden eine positive Auflösung.

Die „Schule für alle“ ist in eine gesellschaftliche Herausforderung, die in Folge der auch in Deutschland ratifizierten „UN-Behindertenrechtskonvention“ für alle Kinder das uneingeschränkte Recht postuliert, eine allgemeine Schule zu besuchen. Alle Bundesländer sind damit gefordert, das Bildungssystem von einem aussondernden in ein inklusives umzuwandeln. Das ist heute schon geltendes Recht, in der Umsetzung aber vielfach noch Vision.
Auch mit diesem Wandlungsprozess sind jedoch Ängste verbunden: Dem Homogenisierungsstreben und „Aus-Sortieren“ in verschiedene Schulformen wird nun die Forderung eines qualitativ guten und für alle erfolgreichen Unterrichts für heterogene Gruppen gegenübergestellt. Lehrerinnen und Lehrer müssen innere Haltungen verändern und fehlende Kenntnisse ergänzen. Eltern brauchen kompetente Unterstützung, eine inklusive Entwicklung als für alle Kinder (- also auch für das eigene! -) Gewinn bringend verstehen zu können.
Ein Bilderbuch für Kinder kann, gerade weil es einen emotionalen Zugang wählt, auch für Eltern, Lehrkräfte und Erzieher/innen die Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung zum Thema Inklusion befördern.

Zielgruppe:

Die Geschichte richtet sich zunächst an Kinder (und ihre Eltern) im Grundschulalter. Sie eignet sich als Vorlesebuch während der Vorschulphase und ebenso als Selbst-Lesebuch nach Erreichen erster Lesekompetenz.

Die Geschichte eignet sich zudem als Erzählgeschichte oder als Vorlage für ein Theaterstück am Einschulungstag sowie für Fortbildungsanlässe im Rahmen inklusiver Schulentwicklung. Insofern gehören Lehrkräfte und Erzieher/innen in Schulen, Fortbildungseinrichtungen und Kitas ebenfalls zur Zielgruppe.